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Alles rund um Floorball in Quedlinburg

Floorball

Was ist Floorball?

Floorball ist schneller Team-, Ball- bzw. Hallensport. Gespielt wird mit Stöcken aus Kunststoff, welche am unteren Ende eine Schaufel aus Plastik haben. Ziel des Spiels ist es, einen leichten Plastikball mit dem Stock und im Zusammenspiel mit seinen Mitspielern in das gegnerische Tor zu befördern.

Am einfachsten erklärt sich Floorball als ‚Eishockey ohne Eis‘, denn zahlreiche Ideen und Regeln wurden aus der schnellen Wintersportart übernommen und mit Gedanken des Hallenhockeys kombiniert. Ursprünglich stammt der Sport aus  Nordamerika und Skandinavien, wo Floorball als Eishockey-Variante in den Sommermonaten gespielt wurde.

Andere Länder – andere Namen: In der Schweiz wird Floorball noch immer unter dem Namen ‚Unihockey‘ verbreitet, in Schweden wird ‚Innebandy‘ und in Finnland ‚Salibandy‘ gespielt. Die Tschechen nennen es ‚Florbal‘, Estland spielt ‚Saalihoki‘ und Lettland ‚Florbola‘. International wird sein langer Zeit der Begriff Floorball verbreitet.

Noch bis vor wenigen Jahren war unser Sport unter dem Namen Unihockey bekannt. Vorallem in den ostdeutschen Bundesländern ist dieser Begriff unter den nicht aktiven Sportlern noch immer sehr geläufig. Aus strategischer Sicht hat der nationale Verband ‚Floorball Deutschland‘ (FD) beschlossen, sich dem internationalen Standard anzupassen. Seitdem heißt unsere Sportart nicht mehr Unihockey sondern Floorball.

Weltweit gibt es mehr als 4.300 Clubs mit mehr als 293.000 lizensierten Spielern. Das Floorball ein Sport für die sport- und spaßbetonte freie Zeit ist beweisen die etwa 1.247.755 Freizeitspieler überall auf der Welt. Die Top-4 Nationen sind derzeit Schweden (Weltmeister), Finnland, Schweiz und Tschechien. Deutschland schaffte zwar überraschend den Sprung ins Halbfinale bei der letzten WM 2012 in der Schweiz, ist im Gesamtranking aber auch Rang 7 platziert.

 

 Floorball-Fakten in aller Kürze

  • Das Spiel ist leicht erlernbar und fördert/fordert Kondition, Koordination, Geschicklichkeit und Schnellkraftfähigkeit, sowie Spielwitz eines jeden beteiligten Spielers.
  • Floorball wird in der Halle mit einer umlaufenden Kunststoffbande gespielt, die 50cm hoch ist.
  • Es wird mit federleichten, ungefährlichen Kunststoffschlägern gespielt, die etwas kürzer als Eishockeyschläger sind.
  • Der Ball ist hohl, 72 mm im Durchmesser groß, 23g leicht, besteht ebenfalls aus Kunststoff und hat 26 Löcher.
  • Der Ball ist für die Spieler ungefährlich und hat nicht das Verletzungsrisiko eines Hockey-Balls oder eines Eishockey-Pucks.
  • Die Feldspieler brauchen keinen Körperschutz oder Zahnschutz zu tragen, da nur der Ball und nicht der Körper des Gegners gespielt wird. Harter Körpereinsatz wie Bodychecks sind nicht erlaubt.
  • Als Ausrüstung des Feldspielers werden lediglich Shorts, Trikot und Stutzen sowie Schläger und Hallenschuhe benötigt. Der Floorball-Torhüter trägt zusätzliche Schutzkleidung, aber keinen Schläger.
  • Es gibt zwei gleichberechtigte Schiedsrichter.

 

In Deutschland wird Floorball in verschiedenen Varianten gespielt

1. Mixed

Mixed ist die Einsteigervariante in diese Sportart, die in fast jeder Halle mit minimaler Ausrüstung besonders von Schulen, Vereinen, Betriebssportgruppen etc. gespielt werden kann. In dieser Variante werden derzeit in Deutschland, aber nicht nur hier, besonders im universitären Bereich, aber auch im Betriebssport, zahlreiche Turniere veranstaltet. Gespielt wird auf einem sogenannten Kleinfeld (28x16m) mit 4 aktiven Feldspielern pro Team, je 2 Damen und 2 Herren, auf kleine Tore (Öffnung: 90x60cm) ohne festen Torhüter.

Die Mixed-Variante findet im Punktspielbetrieb der Jugendligen bis U11 Anwendung. Bis 2010 wurden Deutsche Meisterschaften in dieser Variante durchgeführt.

2. Kleinfeld

In der Kleinfeldvariante – das Spielfeld misst 26x14m – wird mit großen Toren (Öffnung: 160cm x 115cm) und festem Torhüter gespielt. Jedes Team hat drei Feldspieler auf dem Spielfeld, weitere, insgesamt bis zu 14, Teammitglieder warten außerhalb der Bande auf ihren Einsatz. Für den Torhüter existiert ein Torraum mit den Abmessungen von 3,0m x 4,5m, in dem er frei agieren kann. Dem Tor vorgelagert ist der Schutzraum, der von keinem Feldspieler betreten werden darf.

In der Kleinfeld-Variante werden in Deutschland auf regionaler und überregionaler Ebene Meisterschaften durch einen von den Landesverbänden ausgerichteten Spielbetrieb ausgetragen. Es wird hierbei in Spielklassen unterteilt nach Herren und Damen gespielt. Floorball auf dem Kleinfeld wird in Deutschland, neben der Großfeldvariante, in zahlreichen Nachwuchsligen ab U13 praktiziert. Spielzeit beträgt je nach Altersklasse zwischen 2×15 bis 2×20 Minuten.

3. Großfeld

Die Königsklasse dieser Sportart, wie sie bereits seit Jahren in Schweden, Finnland, Norwegen und der Schweiz in landesweiten Ligasystemen mit großer Publikumsresonanz gespielt wird. Beide oben genannten Varianten, Mixed und Kleinfeld, sollen die Entwicklung des Sports vorantreiben und zielen stets auf die Großfeld-Variante ab. Auf dem Großfeld wird in reinen Damen- oder Herrenteams mit fünf Feldspielern plus Torhüter, sowie weiteren Wechslern gespielt. Das Spielfeld misst 40x20m (wie beim Handball), es gibt Tor- und Schutzraum und man spielt auf große Tore.

 

Spielbetrieb in Deutschland

Bundesweit sind unterhalb des nationalen Verbandes die 1. Bundesliga Herren (10 Mannschaften) und 1. Bundesliga Damen (9 Mannschaften, derzeit in zwei Staffeln), sowie die 2. Bundesliga Herren in Nord-West und Süd-Ost Staffel (je 8 Mannschaften) organisiert. Die Ligaspiele werden jeweils auf dem Großfeld ausgetragen. Zusätzlich gibt es in jeder Saison den Floorball Deutschland Pokal, bei dem jede Großfeld-Mannschaft melden kann.

Innerhalb der Landesverbändeder einzelnen Bundesländer sind Ligen von den Erwachsenen bis hinunter zur U9 organisiert. In den Punktspielen kommen alle drei Spielvarianten zum Einsatz.

Deutschland stellt für alle vier internationalen Wettbewerbe, bzw. Weltmeisterschaften (Herren, Damen, U19 Herren und U19 Damen) je eine Nationalmannschaft.