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Play Offs U 13 Mädchen

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Nach großem Kampf im Halbfinale holen sich die Quedlinburgerinnen den Vizemeistertitel

Leipzig war Gastgeber für die besten vier Teams der Regionalliga Ost, die um die Mitteldeutsche Meisterschaft spielten. Dem Liganeuling von der TSG GutsMuths Quedlinburg gelang nicht nur die Teilnahme am Play-off-Finale, sondern mit einem unerwarteten Halbfinalsieg sogar der Sprung aufs Treppchen als Vizemeister.

Als Vierte der Punktspielrunde (15 Punkte) musste Quedlinburg im ersten Halbfinale gegen den Ersten antreten. Das starke Team aus Weißenfels (33 Punkte) war daher klar favorisiert. In den Ligaspielen hatten die Bodestädterinnen gegen die UHC Girls nichts holen können. „Trotzdem wollten wir die eigenen Stärken im konditionellen Bereich nutzen, um den Weißenfelserinnen das Leben so schwer wie möglich zu machen.“ gab Trainerin Heike Rummel die Marschrichtung vor. „Schließlich hatten wir nichts zu verlieren.“

Mit einer konsequenten „Manndeckung“ gelang es den GutsMuthserinnen zunächst, die schussstarken Mädels vom UHC in Schach zu halten. Mehr noch, im Spiel nach vorn nutzten sie ihre Schnelligkeit, um erste Torchancen zu kreieren. Bereits nach knapp zwei Minuten schlug der Ball zum ersten Mal im Tor der Weißenfelserinnen ein. Jenny Ehrengardt spielte den Ball auf Laura Lindenbein die unwiderstehlich zum Tor zog und gekonnt abschloss. Mit tollen Paraden glänzte Fabia Podzun im Tor der Quedlinburger hinter der gut stehenden Abwehr. Nach zehn Minuten holten die GutsMuthserinnen zum Doppelschlag aus. Ein schneller Auswurf der Torfrau landete bei Katja Enners, die mit einem gekonnten Schuss den Lochball versenkte. Nur zwanzig Sekunden später gelang der gleichen Spielerin auf Zuspiel von Antonia Sewerin der nächste Treffer zum sensationellen Halbzeitstand von 3:0. Nach dem Wechsel gelang Lindenbein im Alleingang ein weiterer Treffer zum 4:0. Statt weiter offensiv zu agieren, spielten die Bodestädterinnen nun auf Ergebnissicherung, was drei Treffer der Weißenfelserinnen innerhalb von zwei Minuten zur Folge hatte. Das Spiel schien zu kippen. Die Quedlinburgerinnen fanden rechtzeitig zu ihrer taktischen Linie zurück, spielten vorn aggressiv und konnten hinten auf ihre Torhüterin zählen. Simea Liemann nutzte eine Unsicherheit der UHC Torhüterin und verschaffte der Mannschaft mit ihrem Treffer zum 5:3 wieder etwas Luft. In den verbleibenden acht Minuten entwickelte sich eine dramatische Partie. Weißenfels schafft fünf Minuten vor Ende des Spiels den Anschlusstreffer, mehr ließen die verbissen kämpfenden Guts-Muthserinnen jedoch nicht zu. Überglücklich lagen sie sich nach der Schlusssirene in den Armen. Die Sensation war perfekt, das Finale erreicht und mindestens Silber sicher. “ Eine überragende Mannschaftsleistung war der Schlüssel zum Sieg. Die Mädels haben alles gegeben und immer an sich geglaubt“, resümierte Trainerin Heike Rummel.

Der Finalgegner wurde im zweiten Halbfinale zwischen Wernigerode (2./24 Punkte) und dem Team aus Leipzig(3./23 Punkte) ermittelt. Die Sächsinnen spielten vor heimischem Publikum sehr clever und nutzten ihre Chancen konsequent. Am Ende stand es 5:1 für die Gastgeberinnen. Auch das Finalspiel war eine deutliche Angelegenheit für Leipzig. Physisch stark und technisch sicher erspielten sie sich bereits in der ersten Hälfte eine deutliche 5:0 Führung. Die Quedlinburgerinnen mussten ihrem kraftraubenden Halbfinale zunächst Tribut zollen. Nach dem Wechsel erzielte Enners durch eine gute Einzelleistung in der ersten Minute der zweiten Halbzeit das 1:5. Doch zwei weitere Tore der Leipzigerinnen zerstörten jegliche aufkeimende Hoffnung. Theresa Elschner verkürzte nach perfektem Zusammenspiel mit Liemann auf 2:7, bevor die Sächsinnen den Schlusspunkt setzten. Mit 8:2 holten sie sich verdient die Meisterschaft. Die Enttäuschung der GutsMuthserinnen währte nur kurz und wich schnell der Freude über den Vizemeistertitel.

„Wir haben mehr erreicht, als wir am Anfang der Saison zu träumen gewagt hätten. Ich bin Megastolz auf mein Team. Unser Dank gilt den Eltern und denen, die das Team im Training unterstützt haben.“ zeigte sich Trainerin Rummel vollauf zufrieden. Im Spiel um Platz 3 sicherten sich die Weißenfelserinnen mit 4:0 über Wernigerode die Bronzemedaille.

Mannschaft: K. Enners (C), F. Potzun, S. Liemann, M. Weberling, T. Elschner, J. Ehrengardt, T. Sperling, L. Lindenbein, L. Biskaborn, A. Sewerin

 

 

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