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Mit viel Herz zum Erfolg

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Ein letztes Mal für diese Saison hieß es an diesem Wochenende für die SG Floorball Harz Schuhe schnüren, Schläger schnappen und kämpfen!!!

In heimischer Halle hieß der erste Gegner USV Jena. Trotz kompletter Besetzung sollten die Mittel der Harzerinnen begrenzt bleiben. Die Spielerinnen fanden nicht recht ins Spiel, agierten unsicher und machten individuelle Fehler. So ging Jena bereits nach 4 Minuten in Führung. Es folgten 3 weitere Tore ehe die SG Floorball Harz endlich antworten konnte. Erst Susanne Hoppe und kurz darauf Juliane Weise erzielten Treffer auf Seiten des Harzes. Jena konnte noch einmal punkten und so hieß es zur Halbzeit 2:5. In der zweiten Halbzeit wollten die Harzerinnen es den Saalestädtern nicht ganz so leicht machen. Doch Torhüterin Julia Habereich musste noch zwei weitere Male hinter sich greifen. Der Endstand von 2:7 sicher nicht das beste, aber bei weitem auch nicht das schlechteste Ergebnis unserer Damen (Tabellenplatz 7) in dieser Saison.

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Nun hieß es erst einmal ausruhen und Luft holen, ehe es nach einer Pause von zwei Spielen gegen die Floorfighters Chemnitz (Tablellenplatz 4) ins Gefecht gehen sollte.

Die Stimmung während der Erwärmung war wohl wahrlich nicht die beste. Kapitänin Laura Sommer brachte es kurz vor Anpfiff auf den Punkt: “Mädels, ich habe echt keine Lust, mich abschießen zu lassen.“ Die Aussichten waren angesichts der Tabelle bis dahin wohl klar. Doch es sollte anders kommen. Juliane Weise gewann den Anpfiff-Bully und platzierte den Ball in der eigenen Hälfte auf die Kelle von Susanne Hoppe. Diese zieht selbstsicher ab und schon hieß es nach nur 3 Sekunden 1:0 für die SG. Die Chemnitzerinnen waren deutlich geschockt, dafür war der Missmut der Harzerinnen wie weggeblasen. Knapp 3 Minuten später legte Juliane Weise zum 2:0 nach. Doch die Gegnerinnen ließen nicht lange auf sich warten und zeigten mit gleich 5 Toren ihre spielerische Klasse. Völlig unbeeindruckt konnte wieder das Duo Hoppe/Weise in der 11. Minute nachlegen. Durch ein weiteres Tor, diesmal von Anna Sundt, hieß der Halbzeitstand 4:5. Motiviert und mit einem guten Gefühl gingen die Harzerinnen in die 2. Halbzeit, zu verlieren hatten sie in dieser Saison schließlich nichts mehr. Doch die Chemnitzerinnen hatten wohl eine ordentliche Ansage in der Pause bekommen und bauten schon nach einer Minute ihre Führung auf 6:4 später sogar auf 8:4 aus.

 Kapitänin Laura Sommer belohnte sich für ihre Arbeit und schoss in der 6. Minute den Anschlusstreffer. Riana Mena König und noch einmal Susanne Hoppe taten es ihr gleich und brachten die SG wieder auf Kurs. Unsere Damen waren also wieder dran, aber würde es am Ende reichen? Sommer und Mena König konnten noch einmal clever kombinieren und erzielten den Ausgleich von 8:8. Die Uhr zeigte noch 10 Minuten und die Chemnitzerinnen wollten ihr Spiel natürlich zurück! Aber da lag etwas in der Luft, das spürten wohl auch die Fans der SG und so konnte 9 Minuten vor Schluss ein weiteres Mal Juliane Weise den ersehnten Führungstreffer erzielen. Chemnitz wurde nun bissiger, was aber in einer Zeitstrafe endete. Das folgende Überzahlspiel konnte Lisa Franze nach Vorlage von Riana Mena König für sich nutzen. 2 Tore Vorsprung und noch 8 Minuten auf der Uhr. Die Spannung ließ nicht nach, es knisterte förmlich in der Luft. Zu oft hatten die Harzerinnen in letzter Minute doch noch ein Spiel aus der Hand gegeben. Die Chemnitzerinnen wollten noch einmal alles drehen, schossen aus allen Situationen, doch die Harzerinnen kämpften mit viel Herz, Kampfgeist und Siegeswillen weiter Die Defensive blockte einige harte Schüsse und Torhüterin Julia Habenreich hielt ihren Kasten mit klasse Paraden sauber. Ein eigentlich als Befreiungsschlag gedachter Schuss von der eigenen Grundlinie aus durch Susanne Hoppe fand 18 Sekunden vor Schluss noch einmal den Weg ins Chemnitzer Tor. Der Sieg war den Harzer Damen nun nicht mehr zu nehmen. Mit Freudentränen in den Augen zählten die Harzerinnen um Verteidigerin Peggy Pfennig, die hier ihr Abschiedsspiel bestritt, die letzten 10 Sekunden zum Endstand von 11:8 herunter und lagen sich nach dem Abpfiff in den Armen. Mit dieser Überraschung hatte wohl niemand gerechnet. Nach einer harten Saison unter schwierigen Bedingungen hätte sich die SG Floorball Harz wohl kaum einen schöneren Abschluss bereiten können. Foto 11.04.15 17 32 32

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