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Damen nach Kleinfeldspieltag mit lachendem und weinendem Auge

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(sd) Nach Thüringen, genauer gesagt in die zwei Autostunden entfernte Studentenstadt Jena, ging es am vergangenen Wochenende für die Damen der SG Floorball Harz. Es stand erst der dritte Spieltag der Kleinfeld-Saison auf dem Plan und schon traf man vor dem eigentlichen Ende der Hinrunde wieder auf die Damen vom Dessau-Roßlauer HV und Liganeuling USV Halle. Mit einem Sieg aus zwei Spielen erfüllten die Harzerinnen zumindest das Minimalziel, erreichen schon jetzt mehr Punkte als in der vergangenen Saison und setzen sich im Mittelfeld der Tabelle fest.

Doppelter Hattrick für Kathleen Kühnel und Susanne Hoppe

Doppelter Hattrick für Kathleen Kühnel und Susanne Hoppe im Spiel gegen USV Halle


Ob es der langen Anfahrt oder den teilweise gesundheitlich angeschlagenen Spielerinnen geschuldet war, spielte nach den ersten zwanzig völlig verschlafenen Minuten, nach  denen die Harzer Damen bereits mit 0:5 zurück lagen, keine Rolle. Torhüterin Maria Schulze war es zu verdanken, dass der Rückstand nicht höher ausfiel, denn sie glänzte mit ihren Paraden und hielt das Team soweit es ging im Spiel, während es den Feldspielerinnen nicht gelingen wollte den Ball auf’s gegnerische Tor zu bringen.

Die gnadenlos ehrliche Pausenansprache schien in der zweiten Hälfte ihre Wirkung zu zeigen: Die Spielerinnen zeigten mehr Laufbereitschaft und Kampfeswillen, waren aber noch immer weit von der Leistung der vorherigen Spieltage entfernt. So legte Dessau nochmal bis zum 7:0 vor, bevor Stefanie Dabrowski endlich der erlösende erste Treffer gelang und Juliane Weise gleich darauf zum 2:7 nachlegte. Die Freude währte nicht lange, gleich zwei Mal schlug der Ball daraufhin im Kasten der SG Harz ein. Weises zweiter Treffer war letztendlich nur Ergebniskosmetik an der 3:10 Niederlage.

Gegen Dessau war nicht viel zu holen - Foto: Tilman Hesse / Jena

Gegen Dessau war nicht viel zu holen – Foto: Tilman Hesse / Jena

Unseren Hinspielerfolg, eine wenig blamable 5:10-Niederlage gegen Dessau/Roßlau, konnten wir im Rückspiel gegen die Ex-Nationalspielerinnen nicht toppen. Leider sind wir wieder in alte Verhaltensmuster verfallen„, resümiert Trainerin Thomas die erste Partie des Tages. „Dessau ist als Gegner noch immer eine Nummer zu groß für uns, auch wenn sie nur mit 4 Feldspielerinnen plus Torhüterin anreisen. Sie agieren durch ihre Erfahrung viel cleverer und sind uns immer um drei Schritte voraus„, zieht Kapitänin Pauline Wolf das Fazit aus dieser Partie.

Sara Patzelt verstärkte erstmalig in dieser Saison - Foto: Tilman Hesse / Jena

Sara Patzelt verstärkte erstmalig in dieser Saison – Foto: Tilman Hesse / Jena

In die zweite Partie des Tages starteten die Damen nach vorher bezahltem Lehrgeld deutlich konzentrierter. Der große Kader mit vier Reihen lies zudem einige Variationen innerhalb der Reihen und Taktiken zu, die Thomas auch voll und ganz ausschöpfte. Nach etwas mehr als zwei gespielten Minuten und einer schnellen 2-Tore Führung durch Dabrowski und Kühnel fiel die Anspannung ein wenig ab. Nach zwischenzeitlichem Anschlußtreffer zogen die Harzer Damen dank Kathleen Kühnel und Susanne Hoppe (2) bis auf 5:1 davon, ehe Maria Schulze zum zweiten Mal hinter sich greifen musste. Ein Eigentor der Hallenserinnen und der Treffer zum lupenreinen Hattrick durch Kühnel in der ersten Hälfte markierten den 7:2 Pausenstand.

Zu sicher fühlten sich die Spielerinnen mit Start in die zweite Hälfte: Bis zum Ende der dritten Spielminute wurden insgesamt vier Tore auf dem Matchprotokoll vermerkt, davon aber nur eines für die SG Floorball Harz. Bis auf das zwischenzeitliche 8:5 spielte sich der Liganeuling heran. In der sechsten Spielminute folgten erneut zwei Treffer, diesmal jeweils einer für jedes Team, bevor Sara Patzelt, die zum ersten Mal in dieser Saison auflief, den Spielstand zugunsten der Harzerinnen weiter ausbaute. Kapitänin Pauline Wolf nutzte clever das Überzahlspiel nach Strafe für Halle für einen weiteren Torerfolg, bevor Susanne Hoppe auch ihren Hattrick vervollständigte und nochmals Wolf den Ball zum 13:6 Entstand einnetzte.

13 mal konnten die Harzerinnen sich gegen Halle freuen - Foto: Tilman Hesse / Jena

13 mal konnten die Harzerinnen sich gegen Halle freuen – Foto: Tilman Hesse / Jena

Wir werden weiterhin daran arbeiten, dass wir zukünftig Spielstände zu unseren Gunsten drehen können und WIR dem Gegner unser Spiel aufdrücken. Ich bin froh, dass wir dieses Lehrgeld jetzt zu Saisonbeginn zahlen, und dass dies den Mädels aufzeigt, dass wir noch viel zu tun haben!„, legt Thomas die Marschrichtung für die Vorbereitung auf den nächsten Damen-Spieltag am ersten Adventswochenende in Berlin fest.

SG Floorball Harz: Maria Schulz [T], Pauline Wolf [K], Tina Lohrmann, Riana Mena König, Mari Ikonen, Sara Patzelt, Kathleen Kühnel, Laura Sommer, Susanne Hoppe, Juliane Weise, Stefanie Dabrowski, Peggy Pfennig, Judith Eilers

SG Floorball Harz – Dessau-Roßlauer HV 06 3:10 (0:5;3:5)
SG Floorball Harz – USV Halle 13:6 (7:2;6:4)

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