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GutsMuthser Aryan Oswald mit Red Devils beim Gothia Cup in Göteburg/Schweden

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(no) Vom 03.01. — 06.01.2013 fand im schwedischen Göteborg der alljährliche internationale Floorball-Cup statt – das weltweit größte Event, das von ca.10.000 Spielern besucht wird.

Aryan Oswald mit dem Maskottchen der Red DevilsIn diesem Jahr nahmen die Red Devils Wernigerode mit ihrer Jugendmannschaft in der Altersklasse B11 als einziges deutsches Team teil. Der GutsMuthser Aryan Oswald, der seit November im Rahmen des bestehenden Kooperationsvertrages bei den Wernigerödern spielt, wurde in den Kader für Schweden nominiert und durfte mitreisen. Für eine Betreuerin, die durch Krankheit ausfiel, sprang kurzfristig Nelly Oswald, Übungsleiterin der Quedlinburger Floorball-Abteilung, ein und begleitete die Sportler.

02.01. Abreise und Ankunft

Am frühen Morgen begann die große Reise, zunächst nach Puttgarden. Dort setzte man mit der Fähre nach Rödby über. Von dort aus fuhr die Gruppe mit 16 Kindern, 2 Trainern und 4 Müttern querfeldein zur nächsten Fähre, die sie nach Schweden brachte. Nach weiteren 3 Stunden Autofahrt war das Ziel erreicht. Insgesamt hatten wir 12 Stunden Autofahrt hinter uns. Die Unterkunft befand sich in einer Schule. Nach dem Herrichten der Schlafplätze besichtigten wir die Turnhalle, in der in den kommenden Tagen unsere Spiele stattfinden sollten. Die Turnhalle war riesig, sie bot für 5 Großfelder Platz. Zum Vergleich: ein Großfeld misst 40m x 20m.

Gute Verpflegung in der Unterkunft

03.01. Die Spiele beginnen

Bereits um 10 Uhr fand unser erstes Spiel gegen Älfstranden IBF statt. Um uns als einzige deutsche Mannschaft Gehör zu verschaffen, waren wir mit Tröten, Kuhglocken und Hupen ausgerüstet. Auch die deutschen Nationalfarben durften nicht fehlen. Mit unseren Fahnen, Wimpeln und Hüten sorgten wir am Spielfeldrand ordentlich für Stimmung. Die Schweden beäugten uns. Auch die Kinder sangen sich schon bei ihrer Erwärmung lautstark ein. Das Spiel gestaltete sich recht spannend. Schnell lagen wir vorn. Durch Teamgeist, Schnelligkeit und Spielwitz bewiesen wir, dass wir durchaus mitmischen konnten und gewannen die Partie mit 9:1. Dies beeindruckte offensichtlich nicht nur die gegnerische Mannschaft, sondern weckte auch das Interesse der schwedischen Berichterstatter des Gothia Cup. Unser Spiel wurde unter die besten fünf des ersten Turniertages gewählt. Eine enorme Leistung, auf die unsere Kinder zu Recht stolz waren, immerhin waren 460 Mannschaften am Start und rund 1200 Spiele wurden ausgetragen.

Red Devils Wernigerode

Um 16 Uhr begann das zweite Spiel. Der Gegner. Helsingborg F.C., erwies sich als äußerst hartnäckig und ließ kaum Spielzüge zu. In diesem Match unterlagen die Red Devils mit 1:5. Am Abend besuchten wir ein Elitespiel der 2.Devision, welches in der Halle des Lisebergparks (dem größten Freizeitpark Schwedens) stattfand.

Der zweite Turniertag begann erst am Nachmittag. So konnten wir ein wenig die Gegend erkunden. Mit Bus und Straßenbahn waren die erwünschten Ziele gut zu erreichen. Unser Weg führte uns in die Valhalle, drei Stationen von unserer Unterkunft entfernt. Zahlreiche Spielkonsolen standen für jedermann kostenfrei bereit, man konnte seine Schusskraft am Speedometer testen. Auch Sumo-Ringen für Kinder gab es. Dabei mussten sie in gepolsterte Kostüme steigen. Natürlich gehört zu einem solchen Event auch ein Shop. Zahlreiche Stände gab es, die das Herz jedes Floorballspielers höher schlagen ließen. Alles, was man begehrte, war dort zu erwerben.

Um 15.20 Uhr bestritten wir unser Spiel gegen die Favoriten Partille IB 1. Wie zu erwarten, siegte die Heimmannschaft mit unumstößlichen 12:1. Doch das letzte Spiel des Tages entschieden die jungen roten Teufel für sich. Bis in die Haarspitzen motiviert und angetrieben durch lautstarke Fanrufe bezwangen sie ihren Gegner, den Ale IBF, mit 5:1. In der Unterkunft wurde lautstark gefeiert.Feiern in der Unterkunft

Am dritten Turniertag ließ man es ruhig angehen. Unser Spiel fand laut Spielplan erst um 20 Uhr statt. Genügend Zeit also, um sich mal ganz anderen Dingen zu widmen. Als Teilnehmer am Gothia Cup hatten wir kostenfreien Eintritt in den Freizeitpark. Zwar waren die Außenattraktionen geschlossen, aber die Spielhalle war zugänglich. Und so bot sich uns die Gelegenheit auf drei Ebenen alles an Computerspielen zu testen, was vorhanden war. 20 Uhr: Red Devils Wernigerode-Warberg IBF 2. Trotz etlicher Torchancen blieb alle Mühe unbelohnt. Endstand: 1:6

Beim Computerspielen

06.01. Das letzte Spiel und die Heimreise

Nach dem Frühstück hieß es Sachen packen und Zimmer räumen, da wir unmittelbar nach dem letzten Spiel abreisen wollten.
12 Uhr: Anstoß. Mit schwarz-rot-goldener Kriegsbemalung starteten die roten Teufel. Lindome spielte einen geschickten Ball und führte nach drei Spielminuten mit 1:0. Die Wernigeröder glichen jedoch recht schnell aus. Doch klebte ihnen irgendwie das Pech am Schläger, denn das Runde wollte nicht ins Eckige. Dafür bescherte Fortuna den kleinen Schweden umso mehr Glück. Sie trafen weiterhin und gewannen die letzte Partie mit 1:4 gegen die roten Teufel. Dennoch gab es nur fröhliche Gesichter. Dass eine deutsche Nachwuchsmannschaft als einziges Team an einem solchen Event teilgenommen und einen derartig positiven Eindruck hinterlassen hat, war für alle Beteiligten Belohnung genug. Die Erfahrungen, die die jungen Spieler dort sammelten, werden sie nicht nur menschlich, sondern auch spielerisch prägen und ein entscheidendes Stück vorantreiben.

Gegen 14 Uhr verließen wir Göteborg, um in die Heimat zurückzukehren. Nach 10 Stunden beschwerlicher Fahrt war das Ziel Wernigerode erreicht. Die Busse wurden entladen und die Kinder verabschiedet. So endete eine Reise voller spannender Momente.

Text: Nelly Oswald, Fotos: Nelly Oswald, Christine Hecek

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